Autorin: Andrea Techentin

“Hammer, ich habe nicht viel Zeit und ich hoffe ihr Anliegen ist wirklich wichtig. Fassen sie sich kurz, ich höre.”

“Verehrter Großinquisitor, bitte entschuldigen Sie meinen Anruf, aber ich würde sie nicht stören, wenn ich nicht von einer ernsten Bedrohung ausgehen würde.”

Hammer fasste in ein paar wenigen Sätzen seine Besorgnis zusammen und hörte wie sein Gegenüber tief seufzte.

“Hammer, jetzt spannen sie mich nicht auf die Folter, was genau steht jetzt in diesem Bericht ihres Adjuntant?”

“Nun ja, wie soll ich es sagen. Es handelt sich um eine äußerst und ungewöhnlich delikate Angelegenheiten. In den letzten Wochen wurde in mehreren Städten beobachtet, wie sich heimlich Männer und Frauen in den Abendstunden in bestimmten Räumlichkeiten zusammengefunden haben.”

“Um was zu tun?”

“Das ist leider noch unklar”

“Definieren sie unklar?”

“Vermutet wird eine Beschwörung die nicht von menschlicher Art ist. Es geht über mehrere Stunden und am Ende wälzen sich alle zusammen auf dem Boden im Dreck, keuchen, schwitzen und ihre Gesichter gleichen entstellten Fratzen.

“Widerlich. Was denken sich diese hirnlosen triebhaften Gestalten dabei?
Ich will das sie das mit allen Mitteln unterbinden und zwar sofort. Wer ist dafür verantwortlich? Schnappen sie sich diese Missgeburt und stellen sie mit aller Macht die Ordnung wieder her. Falls sie hier versagen, blüht ihnen der gleiche Abgang wie ihrem Vorgänger.”
Also Hammer, was schlagen sie jetzt vor? Ich will erstklassige Fakten”

“Ich konnte den Verantwortlichen noch nicht ausmachen, es hat aber jetzt oberste Priorität. Mein Vorschlag wäre unsere beste Agentin darauf anzusetzen.”

“Genehmigt. Sie soll sich sofort einschleusen und ich erwarte ihren Bericht umgehend. Höchste Dringlichkeitsstufe”

Hammer legte schweißgebadet auf. In ihm erwachten wieder die Bilder zum Abgang seines Vorgängers. Er war schon hart im Nehmen, aber das wünschte er seinem schlimmsten Feind nicht. Ein kalter Schauer kroch ihm über den Rücken. Zeitgleich spürte er wie sich eine freudige Erregung in ihm breit machte.

Er fletschte die Zähne und wählte eine weitere Nummer…