Meine besten Marketing-Tipps für The-Work Coaches. Und für nahezu jede andere Coaching-Methode.

Ich habe in den letzten Monaten mit einigen The-Work Coaches zusammen gearbeitet. Dabei sind mir Parallelen aufgefallen, mit denen die Coaches ihren Erfolg unwissentlich sabotieren.

 

Hier sind meine wichtigsten Punkte:

 

1. Du bist nicht deine Methode

Viele Work-Coaches schreiben „Coach für the Work of Byron Katie“ auf ihre Werbemittel und hoffen, das würde Kunden ansprechen. Das ist ein großer Fehler.

Wer sucht „The Work of Byron Katie“? Das suchen nur Leute, die eines von Katies Büchern gelesen haben und es jetzt mal in der Praxis ausprobieren wollen. Die Hoch-Zeit von Katies Büchern ist aber vorbei, das heißt die Menge der Kunden, die das suchen, sinkt, während die Zahl an Work-Coaches steigt.

Du verkaufst nicht The Work. Du verkaufst nicht deine Methode. Du verkaufst ein Ergebnis.

Was ist das Ergebnis der Arbeit mit dir? Die Lösung von Beziehungsproblemen? Orientierung bei der Berufswahl? Der Ausstieg aus einer qualvollen Lebensrealität?

Das ist, was du verkaufst. Das ist, was auf deinen Werbemitteln stehen sollte.

 

2. Ich kann alles

„The Work hilft bei wirklichen allen Problemen, die so im Leben auftreten. Und ich bin auch so vielseitig und will ganz vielen Menschen helfen, also biete ich alles für alle an.“

Ich versteh dich so gut. Ich war genau da auch mal. Leider ist das ein hervorragendes Rezept für Misserfolg. Wer alles anbietet, bietet nichts an. Wer alle erreichen will, erreicht niemanden. Wenn du so aufgestellt bist, kommen über 90% deiner Kunden (wenn du welche hast) wahrscheinlich aus Empfehlungen.

Ziel sollte es aber sein, Kunden über dein Marketing zu gewinnen, nicht nur aus Empfehlungen. Ansonsten bleibt dein Business ein Glücksspiel und du weißt ja, wer bei Glücksspielen als einziger wirklich gewinnt.

Ja, du kannst bei vielen Problemen helfen. Aber dein Kunde wird dir das nicht glauben und es ist unglaublich schwer, gutes Marketing zu machen, wenn du alles anbietest. Wenn du nicht bereit bist, bei deiner Positionierung einige Kundengruppen zu „opfern“, opferst du damit letzten Endes deinen Geschäftserfolg.

 

3. Byron Katie sagt, ich soll mich nicht so in den Mittelpunkt stellen.

Genau. Die Frau, die auf jedem Buchcover groß gedruckt ist, die Guru für Tausende ist, von der riesige Plakate in jeder Stadt, in der ihre Events statt finden, hängen, sagt: Du sollst dich nicht so in den Mittelpunkt stellen.

Ich empfehle dir, diesen Satz einfach mal zu überprüfen. Du hast The Work entdeckt, weil Katie bereit war, sich in den Mittelpunkt zu stellen. All das ist entstanden, weil Katie bereit war, sich als Superheldin inszenieren zu lassen und mit ihrem Namen für ihre Marke und Methode steht.

Die Botschaft von Bescheidenheit ist super sinnvoll, aber verwechsel Bescheidenheit nicht damit, dich nicht als der fähige Coach zu inszenieren, der du bist!

 

4. Wenn meine Arbeit gut ist, kommen Kunden ganz von alleine. Marketing ist was für Aufschneider.

Wenn das so ist: Ist deine Praxis dann nicht voll, weil deine Arbeit schlecht ist? Oder ist jeder, der Marketing macht, in Wahrheit nur ein schlechter Anbieter? Falls dieser Satz mit dir resoniert, überprüfe ihn bitte dringend.

 

5. Ich habe mit meinen Geschichten abgeschlossen. Ich sollte sie nicht wieder beleben, indem ich sie wieder erzähle

Der ist riesig und soooo wichtig. Du hast durch deine Ausbildung gelernt, deine Geschichten loszulassen. Das hat dich befreit! Wer wärst du denn, deine Geschichten jetzt auszupacken, nur weil irgendein Marketingtyp das sagt?

Hm. Wie bist du auf The Work gestoßen? Wahrscheinlich durch eines von Katies Büchern. Und was ist in all ihren Büchern zu finden? Genau, ihre Geschichte. Als Selbstständiger ohne großes Budget ist deine Geschichte das wichtigste, das aller-aller wichtigste was du hast, um Kunden zu gewinnen.

Coaching verkauft sich durch Vertrauen. Wenn jemand erfährt, dass du genau diese Krise selbst durch gemacht und gelöst hast, vor der er jetzt steht, entsteht soooo viel Vertrauen. Geh von folgender Faustformel aus: Wenn du auf deine Geschichten verzichtest, brauchst du 5-20x mal so viel Marketinggeld, um einen Kunden zu gewinnen.

 

 

Kommen wir nun zu Lösungen. Wie kannst du vorgehen, um deine Segel in Richtung erfolgreichere Kundengewinnung zu setzen:

 

Schritt 1: Beginne mit deiner Zielgruppe.

Ich entwickle meine eigene Positionierung anhand meiner Lieblingskunden weiter. Ich versuche so viel ich kann über sie zu lernen und mein Angebot so weiter zu entwickeln, dass sie perfekt auf deren Bedürfnisse passen. Aktuell ist die Kerstin Esser meine Lieblingskundin und ich bin fleißig dabei mich so weiter zu entwickeln, dass ich noch mehr für Kerstin anbieten kann und noch ganz viele neue Kerstins anziehe.

Wer ist dein Lieblingskunde? Oder mit wem würdest du so gern arbeiten?

 

Schritt 2: Was kannst du für diesen Kunden tun, was so richtig viel Wert für ihn hat?

Welches ernste Problem hat dein Kunde, bei dem du aus dem Handgelenk helfen könntest? Kerstin hat vor allem Kunden über Empfehlungen und Vorträge gewonnen und hätte so gern gehabt, dass sie mehr Kunden über Social Media und digitale Kanäle gewinnt. Da konnte ich aus dem Handgelenk helfen!

Rede mit so vielen Lieblingskunden wie möglich und stell ganz viele Fragen und lass dir Geschichten erzählen. Irgendwo sind Probleme, die du mit wenig Aufwand lösen kannst – da ist deine Positionierung.

 

Schritt 3: Kommuniziere unmissverständlich, dass du für genau dieses Problem Hilfe hast.

Kommuniziere in Sätzen, die dein Lieblingskunde auch verwenden würde, um sein Problem in Worte zu fassen.

„Wie erreiche ich mit meinem Angebot ohne Werbebudget mehr Menschen?“ Das könnte ich groß auf meine Website schreiben, um eine Kerstin anzusprechen.

 

Schritt 4: Erschaffe relevante Inhalte und Geschichten für deine Lieblingskunden

Ich schreibe fast jeden Tag spannende Storys. Ich führe einen Podcast über Storytelling und Kundengewinnung. Ich mache manchmal Marketing-Vorlesungen als Video auf Facebook. Ich schreibe Beiträge wie diese hier. Alles spannend für meine Lieblingskunden. Dadurch können sie Vertrauen zu mir aufbauen und sich von mir überzeugen.

 

Schritt 5: Kommunikation und Systeme

Kommuniziere so viel wie möglich mit deiner Zielgruppe. Wenn sich jemand für deine Arbeit interessiert, mache einen Telefontermin aus. Lerne viel über deine Zielgruppe, hör dir ihre Geschichten an, finde heraus wo du helfen kannst und dann biete deine Hilfe als Angebot an. Gutes verkaufen heißt, ich biete Hilfe an, wo sie benötigt wird. Selling is helping!

 

Dann brauchst du langfristig noch ein System, mit welchen Schritten Neugierige zu Kunden werden. Aber das ist wieder ein eigenes Kapitel.

 

Diese Schritte sind eine nachvollziehbare und geprüfte Methodik, um deinen Geschäftserfolg zu steigern. Ich hoffe, damit hab ich dir weiter geholfen.

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